Zen-Impulse für mehr Durchblick in Job und Alltag

Newsletter-Archiv

September 2018 - Brigitte van Baren

Zen-Impuls von Brigitte van Baren

Wissen, das man nichts weiß, ist das Allerhöchste!

(Laotse)

Als Leader gibt es immer wieder Umstände, unter denen man nicht weiß, was los ist und wie es weiter geht. Das für sich selbst zu erkennen, ist schon schwierig. Noch schwieriger ist es, diese Einsicht im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern zuzulassen.

Unsere Gesellschaftsstruktur ist nun einmal ganz auf das Wissen fokussiert. Man möchte gerne wissen, woran man ist, beispielsweise bei einem Konflikt, wo jeder so seine eigenen Absichten hat. Immer sind wir auf der Suche nach dem Grund und möchten Klarheit schaffen. Jedoch, wenn die Antwort sich ergibt, tauchen manchmal neue Fragen auf.

Zen weist jedoch auf einen völlig anderen Blickwinkel hin, weil es nicht die Antwort, sondern die Frage in den Vordergrund stellt. Wenn du wirklich in der Tiefe deiner Selbst deine Frage verstehst, dann wirst du erkennen, dass es zwischen deiner Frage und der Antwort keinen Unterschied gibt. In der Tiefe jeder Frage liegt die Antwort schon verborgen.

Es braucht nur einige Augenblicke der Besinnung, um immer wieder die Frage in dir wach werden zu lassen, ohne eine Antwort zu erzwingen. Zu erkennen, dass du es nicht weißt.
Schau mal offen, was sich dann ergibt, und lass‘ dich überraschen!

Brigitte

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Management-Beraterin Brigitte van Baren, langjährige Zen-Praktizierende und Zen-Lehrerin, hat 2007 gemeinsam mit Paul J. Kohtes das Programm „Zen for Leadership“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Führungskräfte mit neuen Wahrnehmungsperspektiven vertraut gemacht werden, die das alltägliche Handeln im Business befruchten können.

Weitere Informationen: www.zenforleadership.com

Brigitte van Baren: brigitte@zenforleadership.com

Paul J. Kohtes: paul@zenforleadership.com

August 2018 - Paul J. Kohtes
Zen-Impuls von Paul J. Kohtes
 
Pflichtbewusstsein – ohne Liebe – macht unmenschlich.
Verantwortung – ohne Liebe – macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit – ohne Liebe – macht gnadenlos.
Wahrhaftigkeit – ohne Liebe – macht rechthaberisch.

Klugheit – ohne Liebe – macht betrügerisch.
Freundlichkeit – ohne Liebe – macht heuchlerisch.
Ordnung – ohne Liebe – macht pedantisch.
Wissen – ohne Liebe – macht überheblich.
Macht – ohne Liebe – macht grausam.
Ehre – ohne Liebe – macht hochmütig.
Besitz – ohne Liebe – macht gierig.
Glaube – ohne Liebe – macht fanatisch.
 
Laotse, China, ca. 6. Jh. v. Chr.
(Die mir vorliegenden Übersetzungen habe ich nach Gutdünken modifiziert.)

Diesen Text von Laotse habe ich kürzlich einer Gruppe von Führungskräften vorlesen lassen. Es war ziemlich still danach. Ich vermag nicht zu sagen, ob die Stille aus Betroffenheit oder aus Ablehnung entstand.

Der Text, über 2.500 Jahre alt, ist jedenfalls auch heute noch eine heftige Provokation – nicht nur fürs Business. Wenn wir den Text im modernen Stil einmal als Test anwenden, dann können wir damit präzise herausfinden, wo wir uns selbst – oder andere sich (unserer Einschätzung nach!) – gerade zwischen diesen beiden Polen befinden.

Das Besondere an diesem Test ist, dass man den Begriff „Liebe“ gar nicht benennen muss. Er ist ja ohnehin ein Tabu-Begriff für den Alltag. 

Viele spannende Erkenntnisse beim Testen wünscht
Paul

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Neue Möglichkeitsräume im Business öffnen beim Kongress Meditation & Wissenschaft am 30.11./1.12.2018 in Berlin – mit Studien und Best pratices zu RWE, Europäischer Zentralbank, Lufthansa, Beiersdorf, Upstalsboom und Ottonova – Weitere Informationen<

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Brigitte van Baren: brigitte@zenforleadership.com

Paul J. Kohtes: paul@zenforleadership.com

Juli 2018 - Brigitte van Baren

Zen-Impuls von Brigitte van Baren

Der Weg zum Glück durch Verbunden-Sein

Alle Wesen sind von Natur Buddha,
so wie Eis von Natur Wasser ist;
Ohne Wasser kein Eis,
ohne Wesen kein Buddha.

Verloren auf den Wegen der Illusionen,
von dunklem Pfad zu dunklem Pfad,
wandern wir durch alle Welten.

Lied des Zazen

Jeder von uns ist auf der Suche nach Glück im Leben. Meist suchen wir es in Dingen wie einem optimalen Job, Geld, einem schönen Haus … Wir suchen in der Außenwelt, obwohl dieses Glücksgefühl letztlich aus unserem Inneren hervorkommt. Der Buddha, das wesentliche Glück, ist in uns verborgen. Und dies können wir im Leben ent-decken.

Man kann fragen: Wieso Buddha? Ich bin Mensch, Manager und werde täglich konfrontiert mit meinen Verantwortlichkeiten und Problemen. Gerade dadurch fühle ich mich manchmal auch einsam und verloren.

Zen zeigt uns, dass dieses Abgetrennt-Sein real ist, aber es zeigt uns auch, dass darunter eine Verbundenheit verborgen liegt. Eine Einheit, die wir erst in der Stille spüren, wenn wir mit uns selbst ins Reine kommen. Dafür braucht es kein schönes Haus oder Geld. Es braucht nur Stille und Raum. Beides können wir im Alltag kreieren und es ist kostenlos.

Einfach mühelos bei sich sein. Nichts tun. Einfach wahrnehmen, was ist.

Unsere körperliche Existenz besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Wir sind Wasser. Je stiller dieses Wasser ist, je klarer wird der Blick bis auf den Grund und wir können die Tiefe in uns selbst wahrnehmen. Dann gelingt es uns, uns mit unserem inneren Kern zu verbinden. Und dann sehen wir, dass hier auch der Grund des Glücks zu finden ist.

Mach‘ dir selbst dieses Glück zum Geschenk, in diesem Augenblick!

Brigitte

P.S.: Das Sommer-Sesshin “zen@work” findet vom 22. bis 27. Juli 2018 statt – Zur Anmeldung

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Brigitte van Baren: brigitte@zenforleadership.com

Paul J. Kohtes: paul@zenforleadership.com

Juni 2018 - Paul J. Kohtes
Zen-Impuls von Paul J. Kohtes

 

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

(Sokrates)

 
 
Datenschutz und Transparenz in den neuen Medien ist ja zurzeit ein zentrales Thema. Jeder mogelt sich irgendwie durch den Dschungel der neuen Datenschutzverordnung.
 
Aber statt aufzuatmen über die gewonnene Sicherheit, wird uns erst deutlich, auf welch dünnem Eis wir uns im Netz bewegen. Das ist ein ausgewachsenes Koan. Soll ich auf die Nutzung von beispielsweise WhatsApp oder Facebook oder Google ganz verzichten, weil meine Daten mit Garantie auf einem anonymen Speicher landen und ich niemals weiß, wer sie wann missbrauchen wird? Anders als beim ordinären Diebstahl oder beim Einbruch gibt es für das Internet keine Instanz, die mir helfen könnte, die Daten vor Missbrauch zu schützen.Wir alle wissen das. Ich gebe zu, dass ich trotzdem weitgehend sorglos das Netz nutze. So, wie ich auch bei Rot über die Ampel gehe, wenn partout kein Verkehr und keine Kinder in Sicht sind. Hier wie dort werde ich immer abwägen zwischen dem Nutzen und dem Risiko. Wenn ich mich jedoch nur auf das Risiko fokussiere, dann werde ich auf den Nutzen verzichten müssen. Das ist eine einfache Gesetzmäßigkeit. Deshalb gibt es auf dieses Koan keine rationale Antwort, sondern, wie sich das für ein gutes Koan gehört, nur die Entscheidung: So ist es. Jetzt.
 
Der Juni kann trotzdem ein sehr schöner Monat sein.
Das jedenfalls wünscht euch
Paul
 
P.S.: Zufall oder nicht, unser neues Design ist ab heute online. Gefällt es Ihnen?
Auch unsere Webseite hat diese Anti-Aging-Kur erhalten …
www.zenforleadership.com
 
Nächster Kurs Sommer-Sesshin zen@work vom 22. bis 27. Juli 2018 – Zur Anmeldung
 
Neu: Online-Coachings mit Paul.
Exklusiv in der App healing formula
 
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PaulKommunikationsprofi Paul J. Kohtes, langjähriger Zen-Praktizierender und Zen-Lehrer, hat 2007 gemeinsam mit Brigitte van Baren das Programm „Zen for Leadership“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Führungskräfte mit neuen Wahrnehmungsperspektiven vertraut gemacht werden, die das alltägliche Handeln im Business befruchten können.
 
 
Brigitte van Baren: brigitte@zenforleadership.com
Paul J. Kohtes: paul@zenforleadership.com
 
Mai 2018 - Brigitte van Baren

Zen-Impuls von Brigitte van Baren

Demut als Führungskraft

Reis in der Schale, Wasser im Eimer
Im Norden der Bär, das Kreuz im Süden
Versuchen – nicht versuchen
Aufhören – nicht aufhören
Jeder ist ein Kind des reichen Mannes,
Das kein Hemd hat.

Hegikanroku 50

Als Leader möchten wir am liebsten immer alles im Griff haben. Wir versuchen, mit ausgedachten Strategien die Kontrolle zu bewahren. Doch werden wir immer wieder auch mit lästigen Dilemmata konfrontiert. Gleich, für welche Richtung wir uns dann entscheiden, es scheinen uns nur schlechte Optionen offenzustehen. Entweder der Bär oder das Kreuz! Viele von uns werden diese Erfahrung schon gemacht haben.

Versuchen wir dann, uns aus dieser ungemütlichen Position hinauszumanövrieren, oder hören wir einfach auf?

Vielleicht wäre es sinnvoll, einmal demütig zu sein und diese ungünstigen Umstände anzunehmen. Wir sind auch als Leader ein Kind, das im Grunde nichts besitzt, nichts im Griff hat, auch wenn wir dies manchmal meinen. Eine Haltung der Stille kann einen Ausweg sichtbar machen, wenn wir im Stande sind, uns aus unseren Gedankenmustern zurückzuziehen. Wenn wir unseren Atem bis tief in den Bauch fließen lassen, kann uns dies aus unserem Gedankengefängnis befreien. Damit betreten wir den unbegrenzten, freien Raum, in dem neue Einsichten geboren werden, wie mit diesen Dilemmata umzugehen ist.

Brigitte van Baren

P.S.: Nächster Kurs „Zen for Leadership“ vom 6. bis 9. Mai 2018 – Zur Anmeldung

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“Oh mein Gott” – was steckt hinter dem Wunder und dem gleichzeitigen Chaos unseres Lebens? Blogbeitrag von Paul J. Kohtes

 

 

Management-Beraterin Brigitte van Baren, langjährige Zen-Praktizierende und Zen-Lehrerin, hat 2007 gemeinsam mit Paul J. Kohtes das Programm „Zen for Leadership“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Führungskräfte mit neuen Wahrnehmungsperspektiven vertraut gemacht werden, die das alltägliche Handeln im Business befruchten können.

April 2018 - Paul J. Kohtes

Zen-Impuls von Paul J. Kohtes

Die Hoffnung stirbt zuerst

Vielleicht kennen ja einige der Leser noch die christliche Geschichte von Jesus, seiner Verurteilung, seiner Hinrichtung am Kreuz und schließlich seiner Auferstehung drei Tage nach seinem Tod.

Wer sich jetzt fragt, was das mit Leadership zu tun hat, sollte unbedingt weiterlesen.

Denn diese Geschichte hat unsere gesamte westliche Kultur geprägt. Ihr Resümee ist Ostern.
Da wird die Wiederauferstehung Jesu gefeiert. Darauf gründet sich die Hoffnung, dass sogar der Tod, das ultimative Letzte, sich noch zu einem Weiterleben wandeln kann. Wir alle haben seitdem das „Prinzip Hoffnung“ durch eine Jahrhunderte dauernde christliche Konditionierung tief verinnerlicht.

Da ist es nur konsequent, dass auch im Business die Hoffnung zu einem wichtigen Element geworden ist. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr wirtschaftlich besser wird. Wir hoffen, dass wir unseren Job nicht nur behalten, sondern auch ausbauen können. Wir hoffen, dass eine Krankheit nicht zum Tode führt. Und so weiter.

Wer sich jetzt fragt, was das mit Zen zu tun hat, der sollte unbedingt weiterlesen.

Eine Grundidee des Zen ist es bekanntlich, alles, wirklich alles, zunächst einmal infrage zu stellen. Am Ende wäre das allerdings der pure Nihilismus. Sicher nicht besonders lebensfreundlich. Deshalb ist beim Zen auch der coole und kritische Verstand zentral. Denn die Hoffnungslosigkeit von Hoffnung darf sich nicht nur auf dem Meditationskissen zeigen (was ja sehr häufig der Fall ist), sondern sie muss auch intellektuell redlich erklärbar sein. Der Weg dahin ist das ‚Fragen‘, geboren aus dem Alles-infrage-Stellen des Zen.

Also: Auf was gründet sich jede Hoffnung? Bestimmt doch auf der erwarteten Annahme eines guten Ausgangs, oder?

Dann: Wovon ist es abhängig, dass diese Annahme auch wirklich berechtigt ist? Vielleicht vom Glauben? Dann wären wir weiterhin in dem gleichen Ungewissen. Oder von Statistiken? Dann können wir Wahrscheinlichkeiten errechnen und brauchen keine Hoffnung.

Oder: Ist „Hoffnung“ vielleicht nur die christliche Variante von „Positivem Denken“? Das könnte sein – wobei beide jedoch auf völlig vagen Annahmen beruhen und dadurch gewissermaßen wertlos sind.

Aber was bleibt dann? Etwas ganz Erstaunliches: Nämlich die Freiheit von Illusionen und Wunschdenken, letztlich: Klarheit. Und diese Klarheit ist natürlich nicht nur als private Erkenntnis hilfreich, sondern gerade für Führungskräfte ein Durchbruch, nämlich sich mit ihrem zentralen Koan zu beschäftigen, das heißt: „Führen ohne zu führen“.

Man sieht, die Sache ist ziemlich hoffnungslos. Trotzdem kann man Ostern ganz schön feiern…

Paul

P.S.: Nächster Kurs „Zen for Leadership“ vom 6. bis 9. Mai 2018 – Zur Anmeldung

Neues Hörbuch von Paul Kohtes im Dialog mit Andreas Gregori: Das Ende des Blindfluges: Was man über Achtsamkeit und Mindfulness wirklich wissen sollte – 8samkeit in Beruf und Beziehung – Weitere Informationen

7Mind – die Meditations-App jetzt auch in niederländischer Sprache mit Brigitte van Baren: https://www.7mind.de/nl/

Kommunikationsprofi Paul J. Kohtes, langjähriger Zen-Praktizierender und Zen-Lehrer, hat 2007 gemeinsam mit Brigitte van Baren das Programm „Zen for Leadership“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Führungskräfte mit neuen Wahrnehmungsperspektiven vertraut gemacht werden, die das alltägliche Handeln im Business befruchten können.

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